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Künstliche IntelligenzKI Talk Podcast

Schule der Zukunft: KI, Lehrkräfte und der Weg nach vorn

Jan Koch
Jan Koch
KI Experte & Berater
32 Min.

Wie sieht Bildung aus, wenn KI-Tutoren in jedem Klassenzimmer sitzen? Viola Patricia Herrmann kämpft für die Schule der Zukunft — mit VR-Headsets, personalisierten Lernpfaden und KI-Assistenten.

Ein Gespräch über die Chancen und Herausforderungen von KI in der Bildung.

Darum geht es

Willkommen zur dritten Episode des KI-Talk, dieses Mal mit Viola Patricia Herrmann, Bildungsexpertin, Autorin, Podcasterin, Gründerin der Initiative Schule der Zukunft im Bundestag, Host von Hey Diggys, so geht Lernen heute und sie macht noch so, so viel mehr, Mutter von vier Kindern. In dieser Episode sprechen wir darüber, wie wir unsere Kinder ready für eine Zukunft mit KI machen, wie sich das auf das Bildungswesen auswirkt, was wir als Eltern wissen müssen, wie sich das Lernen generell verändert. Ich finde die Unterhaltung unglaublich spannend, weil wir sehr viele praktische Beispiele geben. Ich erzähle viel darüber, was ich mit meinen Kindern mache.

Viola erzählt, wie sie mit ihren Teenie-Kindern umgeht, meine Kinder sind noch etwas jünger und generell sprechen wir darüber, wie sich das große Ganze verändert, was ist das System Schule, wie entwickeln sich KI- und VR-Brillen und digitale Lehrer und individualisierte Schulpläne. Diese ganzen Themen betrachten wir, betrachten aber auch diese ganz down-to-earth-Probleme und Herausforderungen, die daraus resultieren, zum Beispiel, was passiert, wenn das Handy an meiner Tochter oder meinem Sohn festgewachsen ist. Wie kriege ich da wieder einen Grund und Boden rein, um mein Kind nicht nur in diese digitale Welt abdriften zu lassen, sondern auch analoge Skills, Kreativität, kritisches Denken und andere Sachen zu fördern, die für die Zukunft einfach wichtig sind. Viola hat das in dem Podcast Future Skills genannt.

Hört auf jeden Fall rein. Wir gehen jetzt direkt in die Episode. Es ist unfassbar spannend, was Viola uns zu erzählen hat. Ja, Viola, ich finde das super, dass du dir die Zeit genommen hast heute.

Wir haben gerade off-camera schon mal so ein bisschen gesprochen, dass sich ja viel verändert im Bildungswesen aktuell mit der Herausforderung künstlicher Intelligenz. Wie sieht das gerade aktuell aus bei dir? Wie funktioniert Lernen heute mit KI? Naja, es verändert sich einiges, aber letztlich auch noch viel zu wenig. Also man muss da wirklich unterscheiden zwischen der Bildungs-Bubble, sag ich mal, in der ich mich bewege und viele andere Zuhörer, Zuhörerinnen natürlich auch, aber es kommt immer noch zu wenig im Alltag der Schulen an. Ich denke, KI ist da auch mit vielen Ängsten und Sorgen und Fragen behaftet und viele Lehrkräfte trauen sich nicht daran, Schulleitungen genauso.

Das ist noch ein bisschen ein offenes Feld, was viele gerne vor sich her schieben. Das ist zumindest der Eindruck, den ich habe. Ja, meine Schwester ist Grundschullehrerin und vielleicht ist Grundschule noch ein bisschen früh, um die Schüler da dran zu bringen an das Thema, aber sie sagt selber auch, ich bin gar nicht die Expertin. Ich weiß gar nicht, was hat es überhaupt mit dem Thema auf sich und wie relevant ist das? Und wir hatten letztens eine kleine Diskussion, wo ich ihr einen Beitrag aus LinkedIn geteilt habe, dass in Bayern jetzt die Lehrkräfte durch KI unterstützt ihre Lehrpläne schreiben sollen und du bist ja mit Diggis auch da sehr aktiv in diesem digitalen Lernbereich unterwegs.

Ja. Und sie hat sich aber gleichzeitig beschwert, dass Bayern wohl auch die Stunden für Werken und Kunst und ich glaube noch irgendwas anderes reduziert hat. Ja. Wer ist denn da gerade in der Verantwortung aus deiner Sicht? Na, ich bin ja Berlinerin, also ich bin ja quasi am anderen Ende der pädagogischen Skala jetzt so vom Hintergrund angelegt.

Und das ist natürlich auch ein Balanceakt. Wir müssen KI mehr integrieren in die Schulen und wir müssen den Lehrkräften auch die Möglichkeiten geben, das kennenzulernen und sich damit auseinanderzusetzen und vertraut zu machen. Auf der anderen Seite, wir können auch nicht alles nur immer KI-basiert oder digital angehen, sondern die Kinder brauchen auch Fächer wie Werken oder Musik oder Kunst, denn uns Menschen macht ja mehr aus, als jetzt nur kopflastig über Dinge zu diskutieren, KI einzubauen. Es gibt auch viele Kinder, die haben einfach Talente in diesen Bereichen und es ist schade oder eigentlich wirklich nicht zumutbar, wenn die vernachlässigt werden und nicht mehr zum Vorschein treten können, eben weil es überhaupt nicht gefördert und überhaupt nicht gesehen wird.

Wir brauchen für die Gesellschaft den Tischler genauso wie den Marketing-Experten, der KI integriert in seine Texte. Also von daher müssen wir wirklich schauen, da die Balance zu halten und wer ist dafür verantwortlich. Das muss auf politischer Ebene geregelt werden und da ist es halt oft, da fehlt mir oft so die goldene Mitte, so der Weg, der mit Bedacht gegangen wird, dann ist dann immer so entweder oder und das halte ich prinzipiell für keine gute Lösung. Ja, das sehe ich bei uns in den Unternehmen auch, also mit den Kunden, die wir zusammenarbeiten.

Entweder du hast so Firmen, die sagen, okay, wir wissen, wir müssen und darum machen wir oder du hast Firmen, die sagen, nee, wir brauchen das gerade gar nicht, wir sind gut am Markt positioniert und lass die anderen mal den Testballon spielen und dann ziehen wir nach, wenn sich die Prozesse etabliert haben. Aber wie bringt man denn, ich sage mal, ich habe jetzt selber, meine große Tochter wird vier, die kleine sechs Monate, haben wir gerade kurz auch schon darüber gesprochen, du hast selber vier Kinder, wie siehst du das aus der Perspektive, denn ist das so ein Thema, wo ich proaktiv rangehen muss oder ist das so ein Thema, wo ich beruhigt oder mehr oder weniger beruhigt warten kann und sagen kann, wir gucken mal, bis da der Rahmen für geschaffen ist und steigen dann ein. Na ja, die gute Nachricht ist, du hast noch Zeit. Ja, also mit vier Jahren und sowieso mit einem halben Jahr, indiskutabel, aber auf der anderen Seite wird es schneller euren Haushalt infiltrieren, als dir vielleicht lieb ist und da muss gar nicht erst die Schule ins Spiel kommen.

Je älter die Kinder werden, umso mehr kommt das natürlich. Wenn ich von meinen Kindern ausgehe, die dann später auch so Apps wie Snapchat oder so nutzen, wo dann KI-basierte Intelligenz bei ist, ein Roboter, der mit dir spricht und die Dinge da anlegt, da haben wir dann natürlich schon ganz andere Themen und da finde ich es unheimlich wichtig, mit den Kindern in den Dialog zu gehen und um jetzt auf deine Frage zurückzukommen, was kannst du machen, so früh wie möglich das Thema einbinden und auch in den Dialog gehen, sprechen mit den Kindern natürlich immer auf eine kindgerechte und altersgerechte Art und Weise, vor allen Dingen dann auch reagieren, wenn die Fragen kommen und einfach dieses Spektrum anbieten. Man muss es ja auch erst mal gar nicht bewerten aus der Elternperspektive. Das ist oft ein bisschen schwer für uns als Eltern auch, uns da zurückzuhalten und nicht gleich so die eigene Meinung dem Kind aufdrücken zu wollen.

Vielleicht schaffen wir es da an der Stelle ein bisschen objektiv zu bleiben und einfach abzubilden. Es gibt das und es gibt Vor- und Nachteile im Umgang damit und wie wir das jetzt hier handhaben oder wie ich dich dabei begleiten kann, das können wir dann nochmal separat besprechen. Das ist interessant. Die Perspektive hatte ich, oder mir kommt gerade eine Parallele, weil das ist dieses meine Meinung auf das Kind projizieren und meine Ziele und Wünsche, das ist ja nicht nur in diesem Thema KI, sondern das geht ja auch von Hobbys und von Gewohnheiten und von Benimmregeln und so weiter.

Durch das ganze Spektrum, genau. Ja. Das stimmt. Was ich mit meiner Vierjährigen mache, ist, wir haben in jedem Raum so einen Sprachassistenten von Amazon.

Ich triggere das bei den Zuhörern jetzt nicht, indem ich den Namen sage. Die Bertha. Ja, genau. Und damit kann sie mittlerweile schon umgehen, indem sie sagt, mach mir das Licht an oder spiel mir Musik oder wir haben die Heizung smart, stell mir die Heizung auf 20 Grad oder so was.

Das kann sie mittlerweile schon. Und ich versuche das immer so darzustellen, dass das ein Werkzeug ist, weil man kann da auch ja 30 Milliarden Skills draufladen und dann hast du da das beste Spielgerät ever. Aber als Spielzeug will ich es gar nicht positionieren, sondern ich will es als Werkzeug positionieren, um einfacher oder besser durchs Leben zu kommen, effizienter durchs Leben zu kommen. Ich habe die Hoffnung, dass das in den Schulen bei manchen Lehrern auch schon so gesehen wird, wieder zurück zum Thema KI, weil KI ist ja auch ein Werkzeug und die Schüler nutzen es ja sowieso schon.

Also wenn ich mit meinen Nächten und Neffen spreche, die haben alle Chat-GPT auf dem Handy und ich habe letztens eine Geschichte gehört, die saßen dann in der letzten Schulreihe und haben die Fragen des Lehrers dann direkt in Chat-GPT angegeben und hatten auf einmal alle eine Eins, weil die Hände die ganze Zeit nach oben gehen. Ja, aber guck mal, die Kinder sind ja auch smart. Also das ist ja auch, wie nutze ich KI zu meinem Vorteil? Und offensichtlich haben sie das direkt richtig gut verstanden. Aber das ist halt genau die Herausforderung, die auch den Schulen und Lehrkräften damit ins Haus steht.

Und da merkt man auch, es gibt ja noch nicht mal wirklich einheitliche Regeln zum Handygebrauch im Unterricht. Also einige Schulen machen so, die anderen so. Da gibt es eine Leitlinie, dann wird die wieder unterschiedlich von verschiedenen Lehrkräften umgesetzt. Also das ist immer so eine Grauzone, in der vieles da wabert.

Das ist nicht so ganz einfach festzulegen. Ja, auf jeden Fall. Du bist ja auch im Bundesrat die Initiatorin von der Schule der Zukunft. Inwiefern spielt die Initiative da eine Rolle? Weil das ist ja so ein Bereich, da haben wir als Otto Normalo überhaupt keinen Einblick drin, was da auf politischer Ebene passiert.

Kannst du da so ein bisschen drüber erzählen oder uns ein bisschen abholen? Ja, gerne. Ja, das ist eine Initiative, die ich gegründet habe, die entstanden ist aus meinem anderen Podcast Prominente für Bildung. Du hast es eben schon angesprochen, ich mache das Hey-Diggies, so geht Lernen heute. Und davor hatte ich Prominente für Bildung, wo ich halt mit spannenden Menschen über Bildung gesprochen habe, weil ich einfach das Gefühl habe, Bildung wird viel zu wenig gesehen und wir brauchen einfach eine gewisse Reichweite und Aufmerksamkeit für das Thema.

Und so kam es, dass ich die Doro Bär im Interview hatte. Und da ich Berlinerin bin, bin ich zu ihr gefahren, wunderschönes Büro, direkt an der Spree im Regierungsviertel. Und dann haben wir uns gut verstanden und haben danach gesagt, Mensch, eigentlich müssten wir weitermachen an der Stelle. Also es muss mehr Druck auf den politischen Kessel an der Stelle.

Aber wie sie sagte, sie ist eigentlich gar nicht wirklich zuständig dafür, sondern das ist ihre Kollegin Katrin Staffler, die da bildungspolitische Sprecherin von CDU, CSU ist. Ich muss auch dazu sagen, ich bin kein Parteimitglied. Das hatte sich wirklich rein zufällig ergeben. Also das hat jetzt keinen parteipolitischen Hintergrund für mich.

Das ist mir auch egal an der Stelle, weil Bildung muss einfach ohne Egos und ohne parteiübergreifendes Geplänkel nach vorne gebracht werden, meiner Meinung nach. Anders geht es nicht. Und wir haben uns dann zusammengesetzt und die Initiative Schule der Zukunft gegründet. Das heißt, wir treffen uns in vielen anderen Experten, die ganz tollen verschiedene diverse Hintergründe auch haben und ganz viel eigene Erfahrungen mitbringen.

Sei es jetzt aus dem Bereich von der Start-up-Gründung oder Psychologen oder Schulleitung. Also wirklich jeder bringt so seins mit. Und dann ist eigentlich unser Ziel zu sagen, wie können wir ein Konzept entwickeln, was zeitnah aus der Schublade geholt wird, um dann wirklich die Schule der Zukunft auch in der Umsetzung erleben zu können. Das heißt, wie kommen wir da ein bisschen mehr von der Metaebene in die praktische Realität.

Und da reden wir über Themen wie Lernräume öffnen. Also was ist eigentlich mit dem Klassenzimmer? Fragezeichen. Was ist mit einer 45-Minuten-Taktung? Das sind alles Dinge, die man mal auf den Prüfstand stellen muss. Und da gehen wir ran.

Das ist natürlich ein weites, weites Feld. Das wissen wir auch. Aber letztlich auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Und das wollen wir halt mit der Initiative anstoßen.

Ja, das finde ich richtig klasse, weil das ist so ein Punkt. Ich glaube, wir stehen im Moment vor einem Umbruch mit KI, den keiner noch so richtig greifen kann. Selbst ich als Unternehmer in dem Bereich seit fünf Jahren da drin tätig. Wenn ich mich mit anderen Experten unterhalte, die teilweise 20, 30 Jahre im KI-Feld unterwegs sind, keiner kann so richtig fassen, wie die nächsten drei, vier Jahre sich entwickeln werden.

Die meisten sagen so, ich kann zwölf Monate in die Zukunft gucken. Vielleicht traue ich mich, eine Prognose über zwei Jahre zu machen. Aber dann lehne ich mich auch schon weit aus dem Fenster. Das heißt, diese ganzen Abläufe, die wir jetzt drin haben, die ganzen Muster, die aus der Zeit gekommen sind, wo im Prinzip ja, ich glaube, das Schulsystem ist entstanden in Anlehnung an Fabrikarbeit.

Dass du sagst, du hast diese feste Taktung und wie du sagst, du hast die 45-Minuten-Blöcke und dann ist eine kurze Pause. Das ist ja alles so ein Schema F, wie es mit der Einführung der Fließbandarbeit irgendwann mal entwickelt wurde und seitdem bleibt es ja bestehen. Das ist ja im Büroalltag genauso. Und wenn ich jetzt überlege, wie viel effizienter mich KI macht, indem ich ein Problem in eine KI reingebe, wo ich vorher 20 Minuten hätte darüber nachdenken müssen und dann noch 25 Minuten für die Umsetzung der Lösung, alles klar, bin ich bei so einem 45-Minuten-Block.

Aber wenn ich jetzt innerhalb von 2, 3, 4, vielleicht 10 Minuten das Problem komplett runtergebrochen kriege, Schritt für Schritt erklärt, dass ich es viel schneller verstehen kann, brauche ich dann überhaupt noch diese 30 Minuten, die da hinten dranhängen, um den Block voll zu machen? Oder könnte ich in der Schule mit einer 30-Minuten-Taktung vielleicht effizienter arbeiten, weil ich mich schneller in ein Thema einarbeiten kann über KI, das für mich erklären lassen kann und sich das Lernen dann dahingehend verändert, dass ich lernen muss – also Spekulation meinerseits, jetzt, ich höre euch oft schwafeln –, dass ich lernen muss, zu hinterfragen, was mir die KI als Antwort gibt. Ich glaube, dass das ein Riesenthema werden wird. Ja, das sind natürlich so ein bisschen aus meiner Sicht zwei verschiedene Felder, die du da ansprichst. Auch wenn du sagst, könnten wir nicht das eigentlich in 30 Minuten erledigen.

Es geht ja bei der Öffnung oder beim Verändern der Unterrichtszeiten eigentlich darum, eher in den Bereich der Gleitzeit zu kommen, sage ich mal. Also gar nicht mehr festzulegen, 30 Minuten Mathe, 30 Minuten Deutsch, 30 Minuten Physik, sondern zu verstehen, was ja auch die Lernpsychologie uns vermittelt. Lernen ist ja ein Fluss. Wir können jetzt nicht sagen, um 10 Uhr ist Mathe und um 11 Uhr ist Deutsch.

Leider, wir tun es leider noch viel zu viel. Aber dahingehend muss eine Öffnung erfolgen und von daher auch die Zeit flexibler angepasst werden an die Lernprozesse unserer Kinder. Und das andere ist das Thema, du bist erwachsen, du hast die Schulzeit durchlaufen, du hast natürlich auch einen geistigen Horizont entwickelt in deinen Lebensjahren. Wir müssen ja auch erst mal unsere Kinder da ranführen.

Das heißt, du sagst so locker, ja, und dann hätte ich vorher länger gebraucht, das zu überlegen. Das mache ich jetzt mit KI und ich habe das durchdacht. Genau, du hast es schon durchdacht. Aber da müssen die Kinder auch hinkommen, zu verstehen, wie sind meine Gedankenprozesse, wie baue ich das auf, wie entwickle ich eine Struktur für mich selber.

Also bevor wir die in den Bereich der KI entlassen, in Anführungsstrichen, auch im Unterricht, muss schon sehr viel Selbstwahrnehmung erfolgen und sehr viel eigenes Training und die eigenen Kompetenzen müssen gefestigt werden, bevor KI dann als wunderbare Ergänzung dazukommen kann. Finde ich mega spannend. Du merkst, ich habe so ein bisschen als auf Amateur-Ebene, sage ich mal, mich damit schon befasst. Aber ich habe natürlich noch sehr viele Lücken da drin.

Darum vielen Dank, dass du die Lücken für mich aufzeigst und die versuchst zu füllen. Was ich spannend finde, ist die Frage zum einen mit Hinblick auf den Wandel des Arbeitsmarktes. Wenn KI irgendwann mal uns Menschen erreicht von der Intelligenz und autonom arbeiten kann, werden viele Jobs sich verändern. Es werden viele Jobs auch wahrscheinlich wegfallen.

Ich persönlich glaube auch nicht, dass in gleicher Anzahl neue Jobs entstehen werden, wie Jobs wegfallen. Ich glaube, dass wir da ein ganz großes Problem kriegen werden. Aber wie bringe ich dann einem Kind bei, zu sagen, ich nehme nicht das, was KI mir als Antwort gibt, als Gott gegeben, ohne jetzt religiös werden zu wollen, an? Und da hast du gerade schon einen ganz interessanten Punkt gemacht. Dieses, wie lerne ich das zu hinterfragen? Wie lerne ich für mich zu entscheiden und für mich zu denken? Und da sehe ich selbst bei meiner Vierjährigen mittlerweile schon, dass die, wenn die eine Antwort kriegt von diesem Sprachassistenten, sagt, ja, aber die hat gesagt, das ist so und so.

Ja, ganz wichtiger Punkt, finde ich auch. Weil letztlich, wir müssen uns unsere eigene Denkweise dringend erhalten, um da nicht auch von überrollt zu werden. Und dieses kritische Hinterfragen ist elementar im Bereich der KI. Du bist ja im Bereich der Future Skills eigentlich.

Also auch die haben wir in der Initiative Schule der Zukunft auf dem Schirm. Nämlich, was müssen unsere Kinder eigentlich wirklich können, um kompetent für die Zukunft ausgestattet zu sein? Man kann das auch so ein bisschen auf die Ebene der Soft Skills bringen. Aber es geht letztlich darum, was brauchen sie, um fit in der Welt von morgen oder auch heute, morgen steht schon sehr nah vor der Tür, auch durch die KI, wie du richtig sagtest, was brauchen sie dafür? Und da ist diese kritische Denkweise elementar. Da sind auch Dinge wie dennoch Kreativität.

Unsere eigene menschliche Kreativität müssen wir uns auch bewahren. Das ist elementar. Wir brauchen Problemlösungskompetenzen, Empathie, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeiten. Das sind alles Sachen, die wir nicht vernachlässigen dürfen.

Und da ist die Schule umso mehr in der Pflicht, diese Fähigkeiten auszubauen. Und siehst du, dass das Schulsystem sich in diese Richtung entwickelt? Oder ist das eher was, worüber hinweg diskutiert wird? Es entwickelt sich viel zu träge und es entwickelt sich leider noch viel zu häufig auf Initiative von Einzelnen. Das heißt, wenn ich eine engagierte Schulleitung habe oder auch eine engagierte Lehrkraft, dann kann ich einen wunderbaren, offenen, zeitgemäßen, KI-orientierten, aber auch analogen Unterricht in der Kombination erfahren. Und ich gehe raus nach meinen Schuljahren und sage, okay, perfekt, ich habe eine gute Basis.

Denn wir dürfen auch nicht vergessen, die Schule kann auch nicht alles richten. Wir müssen wirklich im Konsens des lebenslangen Lernens denken. Ich meine, ich lerne täglich dazu. Du auch.

Alle, die zuhören. Gerade der Bereich KI. Wir wollen ja lernen. Wir wollen wissen.

Und das ist doch auch das Tolle an uns Menschen. Wir sind ja von Natur aus neugierig. Und das müssen wir uns unbedingt erhalten. Und ich verstehe das natürlich.

Deine vierjährige Tochter, so sind die Kinder. Die übernehmen ja auch von uns Eltern alles ungefiltert, was wir sagen. Und wenn sie das von einer, ich sage ja mal ein Gänsefüßchen, Autorität vermittelt bekommt, nämlich von eurem Tool, dann nimmt sie das so hin. Und noch, denke ich, ist sie zu klein, um das wirklich aufgreifen zu können.

Aber da muss man ran. Unbedingt. Also auch deutlich machen, nein, das ist nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss, was da kommuniziert wird, sondern du müsstest dir andere Quellen suchen, um das zu hinterfragen und da den Kindern auch Mittel und Wege aufzeigen, wie das eigentlich funktioniert, um sich letztlich eine eigene Meinung bilden zu können. Da bin ich ja froh, dass ich da nicht ganz auf den falschen Dampf bin.

Das Gefühl habe ich nämlich auch. Ich habe mit dem IT-Leiter von meinem ehemaligen Gymnasium den Kontakt wieder aufgenommen und habe gesagt, hey, hör mal, ich würde gerne euren Schülern was über KI erzählen, wie das so im Alltag aussieht, damit die mal einen Einblick kriegen aus der Praxis. Ich finde das immer ganz wichtig, nicht nur auf dieser theoretischen Ebene zu bleiben, sondern tatsächlich zu gucken, okay, was für Auswirkungen hat das denn jetzt im Alltag? Und was ich zum Beispiel mache mit meiner Vierjährigen ist, ich schreibe mit ihr zusammen Gute-Nacht-Geschichten mit Chatchi-Didi und dann illustrieren wir die mit Mid-Journey zusammen. Und dann überlegen wir uns, okay, jetzt reitet sie mal auf einem Einhorn und dann ist sie mal am Strand.

Und was sie denn so möchte, damit sie sieht, Papa kann zwar nicht malen, gibt mir einen Stift in die Hand und ich kriege so ein Strichmännchen, das geht wohl noch, ein Geigenmännchen vielleicht, dann hört es auf. Und sie malt den ganzen Tag. Also was ich an Druckerpapier und Kopierpapier da auf ihren Tisch schmeiße, das wird alles direkt voll gekritzelt. Soll sie auch unbedingt so weitermachen.

Sie geht auch in die Maltschule und sie geht auch zum Kindertouren, damit sie sich körperlich aktiv betätigen kann. Wie du schon sagst, diese Balance. Ich will nicht, dass sie nur vorm Computer sitzt, die irgendwann und dann so verkümmert, sondern sie muss auch ein Körpergefühl haben und sie muss auch kreativ sein und sich ausheben dürfen. Gleichzeitig bin ich aber auch davon überzeugt, ich habe früher mal gesagt, mein Kind soll programmieren lernen.

Davon bin ich mittlerweile so ein bisschen wieder zurück, weil Programmierer gibt es in fünf Jahren nicht mehr, da bin ich, glaube ich, fest dran. Sie muss lernen, die Technik für sich als Werkzeug einzusetzen und dann ist das vielleicht so eine ganz interessante Idee, damit, was jetzt altersgerecht ist, zu machen und ihr zu zeigen, hey, hör mal, das kann man damit machen, das könntest du sonst nicht tun. Da bist du natürlich auch durch deinen Hintergrund ganz weit vorne, in der Kombination von der Art, Geschichten zu entwickeln und ihre kindliche Fantasie da aufzugreifen und das dann auch mit Bildern umzusetzen. Dennoch muss ich als Lehrerin dir an der Stelle sagen, bitte gebt ihr dann auch einen Stift und ein Blatt Papier fürs Schreiben, ja, weil dieses händische Schreiben ist unglaublich wichtig, auch noch für die weitere Hirnentwicklung und für die Feinmotorik, für die Augen-Hand-Koordination.

Also das darf man wirklich auch nicht vernachlässigen. Die Kinder brauchen eine vernünftige Grundausbildung, sag ich mal dazu. Lesen lernen, schreiben lernen, rechnen lernen und das auch gerne mit Pen and Paper. Das hat schon durchaus seine Berechtigung, denn es gibt verschiedene Lerntypen, jeder prägt es sich anders ein und da müssen wir dranbleiben.

Das würde ich auch auf keinen Fall vernachlässigen, aber in der Ergänzung, genau wie du es machst, als Angebot der Möglichkeiten, was es gibt, ist es natürlich eine tolle Option. Ja, und wie sieht das aus, wenn die Kinder ein bisschen älter werden? Jetzt mal an die anderen Zuhörer gedacht und nicht nur aus meiner egoistischen Perspektive immer gefragt. Sagen wir mal, ich habe ein Teenie zu Hause und der ist am Handy festgewachsen oder das Handy in der Hand. Wie geht man damit um? Ja, also ich habe ja, wie du schon gesagt hast, vier Kinder.

Ich habe zwei Teenies, wobei meine Tochter, wenn man es überhaupt so sagen kann, ist fast aus dem Gröbsten raus. Die wird jetzt 19, mein Sohn ist 16 und das ist ein Prozess, das ist ein Weg dahin. Denn bevor das Handy am Kind festwächst, vergeht ja ein bisschen Zeit. Und das ist das Zeitfenster, das wir Eltern nutzen sollten.

Das heißt, sobald das mit dem Handy anfängt und tatsächlich ist meine Empfehlung, das auch nach Möglichkeit eher weiter nach hinten zu verschieben, als es zu schnell in die Hand zu geben, weil es dann oft unkontrolliert abläuft. Und das ist sowohl im Hinblick auf WhatsApp-Schülergruppen als auch durch das Internet, was dann auf einmal eine komplett neue Welt eröffnet oder Links, die hin und her geschickt werden. Da ist es schon ganz gut, wenn die Kinder ein bisschen geistigen Horizont entwickelt haben, sage ich mal. Also wir haben ja in Berlin die sechsjährige Grundschule.

Ich denke dann so Richtung fünfte Klasse, so in dem Bereich einfach. Und ich habe mit meinen Kindern wirklich auch immer viel drüber gesprochen über die Handynutzung. Wir haben die Bildschirmzeit auch aktiviert, sodass wir dann zusammen geguckt haben, wie viel war es und in welche Bereiche teilt sich das auch auf. Also hast du es jetzt nur gespielt oder was hast du da mitgemacht? Musstest du es vielleicht auch für Hausaufgaben verwenden? Und ich mache es tatsächlich noch heute so bei meinem 16-jährigen Sohn, dass ich abends ihm das Handy abnehme.

Weil ich weiß, dass teilweise die Kinder kein Ende kennen. Die schreiben bis nachts um zwei oder drei irgendwelche WhatsApp. Irgendwas ist immer. Wir kennen das doch von uns selber.

Du denkst, ach, da kann ich noch kurzieren. Ach, ich gucke noch mal da. Und dann kriegst du noch eine Nachricht, die dich triggert. Und das funktioniert nicht.

Also so funktioniert Lernen auch nicht. So kann kein Teenager morgens früh um acht halbwegs geistig anwesend in der Schulbank sitzen. Das klappt so nicht. Also wir dürfen auch da unsere Rolle als Eltern und müssen die auch ausfüllen und wirklich immer über den Dialog gehen.

Aber auch letztlich ein Stück weit entscheiden aus unserem Horizont. Und wenn der dann manchmal bedeutet, diese Zeit am Handy, die reicht jetzt. Oder abends, bevor du ins Bett gehst und alles ist geklärt, gibst du das Handy ab. Du kriegst es ja morgen früh wieder.

Wozu brauchst du es zwischendurch? Du sollst einfach nur schlafen. Das dürfen wir als Eltern auch ruhig in Anspruch nehmen. Sehr schön, dass du diesen Punkt bringst. Das finde ich total gut, weil wir haben Nachbarn, wo die Kinder, die hier sind, zwölf und zehn Jahre alt, zwei Mädchen.

Und er kümmert sich überhaupt nicht drum. Also Katastrophe. Und ich habe schon ein paar Mal versucht, mit ihm zu sprechen und versucht, ihm das zu erklären, dass wenn die bis zwei Uhr vor TikTok sitzen, ist das kein Wunder, dass da nichts bei rumkommt. Dass das nicht funktioniert.

Ja, welche Schulstunde soll dagegen denn anhalten? Mit dem Input, mit der Schnelligkeit. Gerade wenn du jetzt TikTok ansprichst, muss ich auch sagen, meine großen Kinder haben nach einem halben Jahr eigenständig TikTok gelöscht, weil mein Sohn mir gesagt hat, Mama, ich glaube, ich werde blöd in der Bürde. Ich sagte, wunderbar. Wenn du das selber erkennst, umso besser.

Der ist jetzt sicherlich auch kein Heiliger, mein Sohn, überhaupt nicht. Aber da hat er auch gemerkt, nee, das bietet einfach keinen Mehrwert. Das geht nicht gut auf Dauer. Man muss mit den Kindern ins Gespräch gehen.

Und ich weiß, dass es oft unangenehm dann wird für Eltern, weil dann kommen natürlich Konflikte. Dann kommen die Reibereien. Die Kinder sagen hü und man selber sagt hot. Aber das muss man aushalten.

Das kauft man in dem Elternjob mit ein. Das gehört dazu. Verdammt. Hat dir keiner gesagt.

Vielleicht hat JetGPT eine einfache Lösung. Oder die Bertha, vielleicht kann die da was abstellen. Es ist halt ein spannendes Feld. Aber ich glaube schon, dass das auch ein Weg ist.

Ich sehe das so ein bisschen wie Zähneputzen eine körperliche Hygiene ist. Braucht man auch eine mentale Hygiene. Absolut. Und du kannst dich halt nicht den ganzen Tag berieseln lassen.

Das will ich, wenn meine Kinder ein bisschen älter sind und so alt ist, ein Handy kriegen. Dann müssen die das auch lernen, dass man halt das Ganze als Werkzeug einsetzt. Primär Kommunikation und Information. Und nicht um Zeit totzuschlagen.

Weil dafür ist ganz ehrlich das Leben auch einfach zu schade. Dafür kannst du viel, viel mehr machen. Vielleicht nochmal so einen kleinen Schwenk in Richtung Glaskugel. Du hattest gerade angesprochen, dass ihr euch bei der Initiative Schule der Zukunft auch über Future Skills unterhaltet.

Magst du da nochmal vielleicht so ein bisschen den Scheinwerfer drauf halten? In welche Richtung denkt ihr da? Was wird besonders wichtig? Was müssen wir als Eltern unseren Kindern mitgeben? Ja, wir müssen ihnen die Sachen mitgeben. Wirklich diese Themen wie Empathie, Kommunikationsfähigkeit, Resilienz wird auch ein ganz wichtiges Thema. Da sind wir auch im Bereich der mentalen Gesundheit. Das ist tatsächlich etwas, was wir auch auf dem Schirm haben.

Weil wir das Gefühl haben, dass es da viele Probleme gibt und die ja auch überproportional wachsen. Woher die jetzt kommen, sei mal dahingestellt. Ich will jetzt auch nicht nur das böse Internet dafür verantwortlich machen. Aber es gibt diese Probleme bei den Schülern und Schülerinnen.

Und da müssen wir mehr ein Auge drauf werfen. Und das ist auch etwas, wo wir auch in der Initiative KI als Chance sehen. Denn KI kann ja durchaus auch Lehrkräftenarbeit abnehmen. Also wir wollen auch dahin gehen, die Lehrer, Lehrerinnen zu entlasten.

Bürokratie weg, das Ganze drumherum um den Unterricht einfach entzerren, sodass wieder mehr Zeit für den eigentlichen Fokus bleibt. Nämlich meine Kinder, die ich in der Klasse vor mir sitzen habe. Dafür brauche ich die Zeit. Denn diese soziale Interaktion, die ich als Lehrkraft mit meinen Schulkindern habe, die ist halt durch nichts zu ersetzen.

Und das brauchen wir nach wie vor. Das ist diese persönliche Ebene, die auch KI nicht ersetzen kann. Das ist für fachliche Aspekte natürlich wunderbar und ein großartiges zusätzliches Tool. Aber die Lehrkraft bleibt ja ganz, ganz wichtiger Faktor im Klassenzimmer.

Und wir sehen das heutzutage. Zum einen haben wir einen Lehrermangel. Da müssen wir ran. Zum anderen haben wir viele Lehrer, die nach ein paar Jahren sagen, so auf die Art und Weise funktioniert das nicht mehr für mich.

Ich bin durch mit dem Job. Leider, leider kann ich dazu nur sagen, auch wenn ich selber sehr gut nachvollziehen kann. Und das sind alles so Bereiche, Future Skills, wirklich mehr die Schule als Lebensraum zu gestalten. Ein Ort, wo sich die Kinder sicher fühlen, geborgen fühlen, wo sie das Gefühl haben, ich werde anerkannt, ich werde wertgeschätzt.

Hier werden Fähigkeiten von mir gesehen, die ich habe. Jetzt kann ich nicht so gut Mathe wie mein Sitznachbar A, aber dafür kann ich, habe ich andere Fähigkeiten. Und das ist völlig in Ordnung. Also wir müssen wegkommen von diesem Vergleichen und diesem reinen Leistungsprinzip, was natürlich wichtig ist.

Ich bin durchaus ein Freund des Leistungsgedankens, gar keine Frage. Aber den Kindern zu vermitteln, jeder hat andere Stärken und Schwächen. Jeder kann was anderes besonders gut. Und die Schule sieht dich in dem, was du kannst.

Und wenn wir das schaffen, auch in einem Umfeld, wo sich Kinder wohlfühlen, dann fühlen sich auch die Lehrkräfte wohl. Und ich denke, dann haben wir ganz viele Möglichkeiten, die uns diese wunderbare Schule auch als Mertingpott mit ganz vielen verschiedenen Hintergründen bietet. Da kommt bei mir direkt der Gedanke an personalisierte Schulfortschritte für Kinder. Also diese personalisierte Entwicklungskurve, dieses personalisierte Lernen, dass jedes Kind auf sich zugeschnitten den Schulstoff bekommt und in der Form präsentiert bekommt, dass es da vernünftig mit arbeiten kann.

Ich habe zum Beispiel letztens was gelesen, dass Tablets mit KI, ich glaube von Anthropic war das, die Entwickler von Claude, von dem Claude-Modell, die werden in Flüchtlingslagern in Afrika ausgegeben über so eine NGO. Und die Kinder in den Flüchtlingslagern lernen innerhalb von einem Jahr das, was unsere Schulkinder in der Grundschule in drei Jahren lernen, weil es so individualisiert bereitgestellt werden kann. Ja, das ist natürlich der Wahnsinn und absolut großartig. Und ich kann dir an der Stelle vielleicht mal so einen kleinen Einblick gewähren, auch noch in diesen sehr spannenden Bereich.

Ich hatte gerade neulich für Hey Diggis, so geht Lernen heute, eine Aufnahme mit dem Felix Oswald. Das ist der Gründer von GoStudent. Das ist ja ein Triple Unicorn an der Börse. Also ein wahnsinniger Typ, 27 Jahre alt und hat halt einfach mal echt komplett durchgezogen an der Stelle.

Und der entwickelt jetzt, gerade hat er uns im Talk erzählt, also es lohnt sich wirklich da reinzuhören, was der für Visionen hat. Das ist schon sehr, sehr spannend, auch im Bildungsbereich. Er entwickelt genau das. Er entwickelt so VR-Brillen, mit denen jeder Schüler, jede Schülerin einen eigenen Lehrer bekommt.

Das heißt, die können sich dann genau für sich persönlich den Lehrer generieren und haben diese unmittelbare Feedback, kriegen sofort eine Leistungsrückmeldung, werden da gefördert, wo Defizite sind und gefordert an anderen Stellen. Also das ist einfach die Zukunft eventuell des Unterrichts, die angedacht wird und die auch, weiß ich, im nächsten Schuljahr schon an einigen Schulen praktiziert wird auf Probebasis. Das ist Wahnsinn, was sich da auch entwickelt. Ja, also das gibt Visionen.

Wirklich, wirklich hörenswert, was der Felix Oswald da zu erzählen hat. Verlinken wir unter diesem Podcast. Werde ich auf jeden Fall gleich selber mal reinhören. Wie stehst du dazu auf persönlicher Ebene? Wenn ich jetzt überlege, meine Töchter sitzen dann irgendwann in der Schule, haben vielleicht zu Hause, weil warum soll ich in die Schule gehen, wenn ich eine VR-Brille aufhabe? Dann brauche ich nur noch das Internet.

Ich weiß nicht. Also klar, dieses individualisierte Lernen, ich glaube, da führt kein Weg drum herum. Das ist auch gut, dass das kommt, dass daran gearbeitet wird, finde ich klasse. Aber dann geht ja auch so ein bisschen vielleicht dieser menschliche Kontakt zu, ich habe da wirklich den Lehrer vor mir stehen und ich habe da kein KI-Modell, was irgendwie virtualisiert ist.

Und wenn die Schüler dann auch noch alle zu Hause bleiben, fehlt ja das komplette Interagieren untereinander. Ja, genau diese Fragen habe ich dem Felix auch gestellt. Dann spoilern wir mal nichts. So sieht es aus.

Aber genau das habe ich mich natürlich auch gefragt. Das ist das, weil ich auch gesagt habe, wie ist denn das? Das ist ja wie bei den Astronauten. Du stehst da als Lehrkraft und hast 25 Schüler vor dir, die diese Dinge haben. Was mache ich dann? Aber ich kann dir sagen, er hat auf alles eine Antwort und tatsächlich auch Antworten, die wirklich Sinn machen und richtig gut durchdacht sind.

Also das ist echt eine Folge, die sich zu hören lohnt. Sauber, dann nehmen wir das auf jeden Fall schon mal als einen Take-away mit aus dieser Unterhaltung, dass die Technik kein dystopisches Szenario werden muss. Es gibt ja immer dieses Horror-Szenario, dass KI irgendwann die Weltherrschaft übernimmt und uns alle kontrollieren will und so weiter. Ich glaube, da sind wir auf einem guten Weg, das zu vermeiden mit solchen Geschichten.

Das denke ich auch. Ja, das liegt an uns. Ja, auf jeden Fall. Cool, vielleicht zum Abschluss, weil du genauso beschäftigt bist wie ich.

Was sind so zwei, drei Punkte, die du den Zuhörern noch mit auf den Weg geben möchtest, wenn es in Richtung Bildung und KI geht? Worauf muss ich als Eltern aktuell achten? Und vielleicht, was ist eine Sache, die ich im Alltag umsetzen kann, um meinen Kindern das Leben damit ein bisschen leichter zu machen? Ich glaube, wir haben hier schon ganz viele Impulse gegeben. Du hast von dir erzählt, das fand ich sehr gut und sehr anschaulich, das einfach als natürlich in den Familienalltag zu integrieren, aber auf der anderen Seite auch mit zunehmendem Alter das Gespräch darüber zu suchen, den Austausch zu suchen. Natürlich kann man da auch die eigene Meinung klar vertreten, muss die Kinder aber auch selber probieren lassen. Das Wichtigste ist für uns Eltern, neugierig zu bleiben, auch an der Stelle sich zu informieren, jetzt nicht mit so einem gefährlichen Halbwissen vielleicht da auf die Kinder zuzugehen, sondern einfach mal eine halbe Stunde mal einzulesen.

Was gibt es denn eigentlich? Was sind die Pros? Was sind die Kontras? Und was bedeutet das für meine Familie, für mein Kind, dass man da einfach individuelle Zugänge findet? Und das ist ohnehin auch, wenn du sagst, man stelle sich vor, ich habe ein Teenager zu Hause, dieser Dialog, das Gespräch, mit dem wir immer zu allen Themen mit unseren Kindern im Gespräch bleiben müssen, das ist für mein Empfinden wirklich das Wichtigste für die gute Eltern-Kind-Beziehung. Darauf sollten wir achten. Und wenn uns das gelingt, dann haben wir schon ganz viel geschafft. Sehr schöner Abschluss.

Wo können Leute sich mit dir vernetzen? Wo gibt es mehr von dir im Internet? Es gibt mich zum einen auf LinkedIn. Da findet ihr mich, Viola Patricia Herrmann, offensichtlich. Und natürlich die gleichnamige Homepage gibt es auch. Da findet ihr auch alles rund um die Initiative Schule der Zukunft oder die Podcasts, die ich mache.

Wie gesagt, dieses digitale Lernen, auch sehr spannend. Und da habe ich auch ein Kontaktformular. Wer mir das schreiben will, ist herzlich gerne dazu eingeladen. Ich freue mich über spannenden Austausch.

Verlinke ich alles in den Shownotes. Viola, vielen Dank, dass du heute da warst. Sehr gerne. Ich danke dir, lieber Jan.

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Also das geht nicht ohne eure Unterstützung. Ich freue mich sehr, wenn euch der Podcast gefällt. Wie gesagt, ein Daumen hoch oder ein Abo hilft ungemein. Bis zur nächsten Episode.

Vielen Dank.

Key Takeaways

  • Personalisierte Lernpfade: KI ermöglicht individuellen Unterricht für jedes Kind
  • Lehrer werden nicht ersetzt: Sie werden von administrativen Aufgaben entlastet
  • VR im Klassenzimmer: Immersive Lernerfahrungen für komplexe Themen
  • Deutschland hinkt hinterher: Andere Länder sind bei EdTech weiter
  • Eltern und Politik gefragt: Bildungstransformation braucht breite Unterstützung

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KIPodcastInterview

Über den Autor

Jan Koch

Jan Koch

KI Experte, Berater und Entwickler. Ich helfe Unternehmern und Entwicklern, KI effektiv einzusetzen - von der Strategie bis zur Implementierung.

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